Konfirmation 2022

Konfirmation 2022
Bildrechte: Ev. Kirchengemeinde Rottenburg

Damit der Glaube aufblüht und Talente wachsen

Sechs Jugendliche wurden in der Rottenburger Dreieinigkeitskirche konfirmiert

 

„Party dahoam“ war für die sechs Konfirmanden, die am vergangenen Sonntag in der Rottenburger Dreieinigkeitskirche ihr „Ja“ zum Glauben erneuerten. „Dahoam“ deshalb, weil die letzten beiden Jahren während der Pandemie Konfirmationen in der evangelischen Kirche am Martin-Luther-Weg aus Abstands- und Hygieneregeln nicht möglich waren. „Party“, weil „so ein besonderes Fest auch gefeiert werden muss“, wie es Sandra Sesselmann bei der Einführung sagte. Gemeinsam mit Willi von der Heiden assistierte sie Pfarrerin Veronika Mavridis beim Konfirmationsgottesdienst, der von den „Singing ROLlers“ unter Leitung von Angelika Rohrmeier umrahmt wurde. Anstatt Konfetti aus der Kanone gab es bunte Konfetti-Samen für jeden Konfirmanden, um daran zu erinnern, dass aus den verschiedensten Talenten, die Gott den Menschen mitgegeben hat, etwas erwachsen und aufblühen könne. In ihrer Predigt ging Veronika Mavridis auf die vielen Wünsche ein, die die Menschen hätten: Das Ende der Kriege, bessere Bedingungen für die Randgruppen der Gesellschaft, Beseitigung der Elendsviertel in Lateinamerika, Umweltschutz und Nachhaltigkeit. All das könne man nicht einfach kaufen, sondern dazu müssten alle beitragen und den Samen dazu fortwährend anbauen, weitergeben und pflegen. Ähnlich sei es bei den Konfirmanden in ihrem bisherigen Leben gewesen – vieles sei in ihrem Leben schon gewachsen und entstanden, so auch ihre Talente wie Musikalität, die Leidenschaft fürs Fußballspielen, Tierliebe oder Organisationstalent, zählte Veronika Mavridis die verschiedensten Begabungen der sechs Konfirmanden auf. Diese Talente seien Geschenke wie auch der Samen zum Glauben, der bei der Taufe angelegt wurde. Nun komme es darauf an, darauf aufzubauen und ihn zu pflegen, damit er wachsen kann.

In der Konfirmanden-Rüstzeit hatten sich die Jugendlichen intensiv mit ihrem Glauben, mit der Bibel und dem Gottesdienst beschäftigt. Für die Vorbereitungszeit, die aufgrund der Pandemie auch unter besonderen Umständen stattfinden musste, bedankte sich Vertrauensfrau Kerstin Seinige im Namen des Kirchenvorstands bei allen Mitwirkenden sehr herzlich. Sie lud die jungen Konfirmanden ein, auch in Zukunft in der Kirchengemeinde mitzumachen und sich in das Gemeindeleben einzubringen. Zum Zeichen der Aufnahme in die Gemeinde erhielten die Konfirmanden die Urkunden und einen handgetöpferten Abendmahlsbecher, auf den der eigene Name geschrieben stand. So wurde das erste Abendmahl auch unter hygienischen Gesichtspunkten zwar nicht zu einem Gemeinschaftserlebnis, aber dennoch zu einem besonderen Moment für jeden Konfirmanden.

Zur Einsegnung der Konfirmanden wurden die sechs Konfirmanden Lukas Steckenbiller, Fynn Wittmann, Vincent Tömböly, Max Richter, Maya Koste und Emelie Lang nach vorne gerufen und von ihren Taufpaten begleitet und durch Handauflegen gesegnet. Ihre Konfirmationssprüche hatten die jungen Christen mit ebenso viel Bedacht ausgewählt, wie einst ihre Eltern ihren Namen, beispielsweise aus dem Markus-Evangelium: „Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt“.  

Auf ihrem weiteren Weg durch das Leben wünschten Pfarrerin Mavridis, Willi von der Heiden und Sandra Sesselmann den jungen Konfirmanden gute Begleiter und Weggefährten und luden sie ein, ihre Talente in die Kirchengemeinde einzubringen. Passend zur Party-Time wurden die konfirmierten Jugendlichen mit dem Gospel „Oh Happy Day“ verabschiedet.