Konfirmation 2021

Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt

Acht Jugendliche wurden in der Rottenburger Kirche konfirmiert

 

Seit im Dezember 1957 die Dreieinigkeitskirche von Dekan Kraus, dem späteren Schwiegervater von Roman Herzog (Bundespräsident von 1994 – 1999) eingeweiht wurde, erneuerten jedes Jahr bei der Konfirmation junge Erwachsene ihr Taufversprechen in dieser Kirche. Zum zweiten Mal nach 2020 wurde diese Tradition durchbrochen, denn die acht Konfirmanden mit ihren Familienangehörigen hätte man in der Dreieinigkeitskirche nicht untergebracht. Nachdem auch der Konfirmanden-Unterricht wegen Corona erst später und anders beginnen konnte, wurde die Konfirmation auch in diesem Jahr am vergangenen Oktober-Samstag von Pfarrerin Veronika Mavridis und Sandra Sesselmann in der katholischen Kirche St. Georg durchgeführt.

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Gitarrenspielkreis um Eberhard Iro von der Musikschule Rottenburg umrahmt und bereicherte mit stimmungsvollen Klängen die Zeremonie.

In der Konfirmanden-Rüstzeit hatten sich die Jugendlichen intensiv mit ihrem Glauben, mit der Bibel und dem Gottesdienst beschäftigt. Für die Vorbereitungszeit bedankte sich Vertrauensfrau Kerstin Seinige im Namen des Kirchenvorstands bei allen Mitwirkenden sehr herzlich. Sie lud die jungen Konfirmanden ein, auch in Zukunft in der Kirchengemeinde mitzumachen und sich in das Gemeindeleben einzubringen. Zum Zeichen der Aufnahme in die Gemeinde erhielten die Konfirmanden die Urkunden und einen kleinen Anker, der auch in der Predigt eine große Rolle spielte. Jeder Konfirmand erhielt einen handgetöpferten Abendmahlsbecher, auf den der eigene Name geschrieben stand.  So wurde das erste Abendmahl auch unter hygienischen Gesichtspunkten zwar nicht zu einem Gemeinschaftserlebnis, aber dennoch zu einem besonderen Moment für jeden Konfirmanden.

In ihrer Predigt ging Pfarrerin Veronika Mavridis auf den Bibelspruch aus dem Hebräer-Brief „Hoffnung, ein sicherer und fester Anker der Seele“ ein. Wie in der Schifffahrt ein Anker ein Symbol für das Festhalten sei, finde er in vielen Redewendungen oder Bildern auch jenseits der maritimen Welt seinen Platz. Beim „Heimathafen“ sei der Platz gemeint, wo man verankert sei, bei Eheschließungen werde der Anker oft verwendet oder auch der „Rettungsanker“ hat in der Sprache seinen Platz gefunden, wenn Menschen bei Problemen Hilfe bekommen. „Im christlichen Glauben steht der Anker für Hoffnung, Zuversicht und Heil“, so Pfarrerin Mavridis. Er stehe dafür, dass man auch bei unruhigen Zeiten im Leben von Gott gehalten werde.

Zur Einsegnung der Konfirmanden wurden die acht Konfirmanden Mia Aust, Anna Böhrer, Elina Heldrung, Angelina Kassen, Moritz Panitz, Johann Pilz, Sandra Rottenfusser und Sarah Jane Straßer nach vorne gerufen und von ihren Taufpaten begleitet und durch Handauflegen gesegnet. Ihre Konfirmationssprüche hatten die jungen Christen mit ebenso viel Bedacht ausgewählt, wie einst ihre Eltern ihren Namen, beispielsweise aus dem Markus-Evangelium: „Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt“. 

Auf ihrem weiteren Weg durch das Leben wünschten Pfarrerin Mavridis und Sandra Sesselmann den jungen Konfirmanden gute Begleiter und Weggefährten, und die Hoffnung auf Gott, dass er ein fester und sicherer Anker ihrer Seelen werden möge.